Liebe: Der Duft der Meditation
Das Buch sieht Liebe als den Duft, der natürlich aus Meditation entsteht: nicht das Festhalten an einer Person, sondern eine innere Qualität, die sich mitteilen möchte.
Worum es in diesem Kapitel geht
Das Buch unterscheidet Liebe, die aus dem Geist kommt, von Liebe, die aus Meditation kommt. Die erste kreist häufig um Bedürfnis, Beziehung und Forderung nach Dauer; die zweite erscheint, wenn Gedanken weniger werden und innerer Raum tiefer wird, bis Liebe zu einer Qualität des Seins wird.
Das Bild im Buch
Meditation wird mit einer sich öffnenden Lotusblüte verglichen, Liebe mit ihrem Duft. Duft ist nicht für eine bestimmte Person reserviert; er kommt aus der Blume selbst. Ebenso ist die hier beschriebene Liebe nicht nur eine Beziehung, sondern eine Art zu sein.
Was das für die Praxis bedeutet
Das ist keine Aufforderung, ‚besser zu lieben‘, und keine moralische Anweisung, mehr zu geben. Die Richtung ist umgekehrt: Werde innen klarer und stiller und bemerke dann, ob Liebe sich langsam vom Bedürfnis nach Gegenleistung zu natürlichem Teilen bewegt.
- Wenn heute ein Liebesimpuls auftaucht, beurteile nicht sofort, ob er hoch oder niedrig ist.
- Sieh einfach, was da ist: Bedürfnis, Austausch, Verlustangst – oder ein Teilen, das es nicht eilig hat zu nehmen.