Bewusstheit feiern
Wenn nach Katharsis echte Stille erscheint, zweifle nicht an ihr, nur weil ‚alles zu gut läuft‘. Das Buch lädt dazu ein, den Augenblick durch Feiern, Kreativität und Teilen zu nähren.
Ist Bewusstheit eine höhere Qualität als Liebe?
Nach Jahren kathartischer Meditation spürt der Fragende innere Harmonie und Zentrierung, macht sich aber Sorgen, weil er gehört hat, dass vor Samadhi ein großes Chaos kommen müsse. Er fragt sich, ob er die ‚richtige‘ Phase verpasst hat.
Die Wendung in der Antwort
Das Buch erklärt, dass dynamische und kathartische Methoden gerade dazu dienen, Chaos innerhalb der Methode freizusetzen. Wenn Stille kommt, muss kein weiteres Chaos hergestellt werden, nur um einer Vorstellung zu entsprechen. Zweifel selbst kann zum Samen einer neuen Störung werden.
Was das für die Praxis bedeutet
Wenn Stille, Ausgeglichenheit oder Freude wirklich erscheinen, lebe sie zuerst. Feiere sie, teile sie, lass sie in Tanz, Lied oder Kreativität einfließen. Der nächste Augenblick wächst aus diesem; zerstöre die bereits vorhandene Stille nicht zugunsten einer zukünftigen Vorstellung vom ‚richtigen Ablauf‘.
- Wenn heute ein klarer, stiller Augenblick erscheint, untersuche nicht sofort, ob er wirklich ist.
- Feiere ihn mit einer einfachen Handlung: Geh spazieren, schreibe einen Satz, mache einen Pinselstrich, tanze eine Weile.
- Erzeuge nicht die nächste Phase; lass den nächsten Augenblick natürlich aus diesem wachsen.